Photographer: Eduard Lampe

dr. A.S. (Anna) Seidl


  • Faculty of Humanities
    German and Scandinavian Languages & Cultures
  • Visiting address
    P.C. Hoofthuis
    Spuistraat 134  Amsterdam
    Room number: 518
  • Postal address:
    Spuistraat  134
    1012 VB  Amsterdam
  • a.s.seidl@uva.nl
    T: 0205256181

Germanistikdozentin an der Universität von Amsterdam

Bis 2005 war ich erste Solistin beim Nationalen Ballett von Amsterdam, daneben habe ich in vielen internationalen Tanzkompanien gastiert. Zu meinem Repertoire gehörten neben allen großen klassischen Balletten (Schwanensee, Romeo und Julia, Dornrösschen etc.), neoklassische und zeitgenössische Ballette. Nach meiner Tanzkarriere habe ich an der Universität von Amsterdam Germanistik studiert und mit einer Promotion abgeschlossen. Thematisch habe ich mich darin mit den unterschiedlichen Bewegungsformen, unter anderem in Grenz- und Schwellenräumen, bei W. G. Sebald beschäftigt und gefragt, wie sich im dialketischen Verhältnis von Bewegung und Stillstand der Raum der Geschichte erschließt. Die Publikation erscheint unter dem Titel Der katastrophisch-messianische Geschichtsraum bei W. G. Sebald: Bewegung, Stillstand, Liminalität beim Synchron Wissenschafts-Verlag im Sommer 2014.

Gegenwärtig beschäftige ich mich mit Musiktheater und Tanz. Ich habe die verschiedenen Bewegungsformen in den Opern Richard Wagners und im Tanztheater von Pina Bausch untersucht sowie mich mit den Bewegungsstudien von William Forsythe  auseinandergesetzt (siehe Publikationsliste).

In der Verbindung von künstlerischer Praxis und theoretischer Aufarbeitung versuche ich nun einen originären Zugang zu verschiedenen kulturellen Bereichen zu gewinnen.

Schwerpunkte und Interessengebiete

Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der neueren deutschen Literatur und in der kulturwissenschaftlichen Erforschung von Raumstrukturen, Körperbildern und Tanz(Bewegungen). Zu den Interessensgebieten gehören Text-Bild-Beziehungen und Aspekte des Performativen.

In meinen aktuellen Forschungen beschäftige ich mich vor allem mit der Frage dysfunktionaler Körperzustände im Zusammenhang mit der zunehmenden Entkörperlichung unserer medialisierten und virtualisierten Gesellschaft und den normativen "Idealkörpern". Dabei stellt sich die Frage wie die Künste und im besonderen der Tanz darauf reagiert: welche neuen Bewegungsformen zeigen sich, welche gesellschaftlichen Diskurse werden dabei aufgegriffen, überhöht, persifliert oder gar der Lächerlichkeit anheimgestellt, vielleicht sogar neu geprägt? Die Untersuchungen führen u.a. in Grenzbereiche der Psychopathologie und Mdizin (Bewegung und Ausdruck bei konversiven Störungen bei Traumata, Demenz, Alter etc.).

Aktuelle Forschungsprojekte: 

  • Der Körper als Bote und Botschaft. Potenziale interkultureller Verständigung. 
    Angestrebt als Teilprojekt einer Studie zum "Kulturellen Mittlertum" (NWO).
  • Der verschwindende Körper. Explorationen im Grenzbereich der Bewegung. 
    Vorbereitende Untersuchungen zu einem größeren Projekt an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft.  

Mitgliedschaften

Vereiniging van Germanisten aan de Nederlandse Universiteiten (VGNU)
Culturele Genootschap de Muiderkring

Lebenslauf

Künstlerische Laufbahn (Balletttänzerin): 

1985 – 1987 Engagement beim Nationaltheater in München

1987 – 2007 Engagement beim Niederländischen Nationalballett (Het Nationale Ballet)

1993 – 2007 ‚Principal‘ (eerste soliste)

Klassische Solistenrollen: unter anderem Schwanensee, Romeo und Julia, Dornröschen, Nussknacker, Giselle, Cinderella, Bayadere, Raimonda

Werke von: Balanchine, Hans van Manen, Rudi van Dantzig, Toer van Schayk, Krzystof Pastor, Glen Tetley ect.

Gastauftritte: unter anderem in England (London: Royal Albert Hall; Coliseum), Schottland, Dänemark, Russland (Moskau: Bolschoi-Theater), Israel, Deutschland, Polen, Taiwan, Niederländische Antillen, Brasilien etc.

 

Akademische Laufbahn: 

2012: Promotion Der katastrophisch-messianische Geschichtsraum bei W. G. Sebald: Bewegung, Stillstand, Liminalität. (Publikation bei Synchron-Wissenschaffts-Verlag 2014). 

siehe CV und Publikationsliste  

 

2017

  • Seidl, A. S. (2017). Inklusionen des Fremden im Tanztheater der Pina Bausch: Interkulturalität und social turn. Theater und Ethnologie.Beiträge zu einer produktiven Beziehung. Forum Modernes Theater, vol. 46, 92-107. [details]

2016

  • Seidl, A. S. (2016). W.G. Sebalds poetische Wallfahrten: Geschichte zwischen Untergang und Rettung. Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte , (68/2), 136-152. [details]

2015

  • Seidl, A. (2015). Der Topos der Wiederholung in W.G. Sebalds poetischem Geschichtsmodell. In R. Parr, J. Wesche, B. Bastert, & C. Dauven-van Knippenberg (Eds.), Wiederholen/Wiederholung (pp. 373-382). (Amsterdam German Studies). Heidelberg: Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren. [details]
  • Seidl, A. (2015). Ein 'deutscher' Welterfolg: Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal: Schritte zum Welterfolg. In L. Schirmer (Ed.), Aspekte des deutschen Theaters im 20. Jahrhundert (pp. 79-100). (Kleine Schriften der Gesellschaft für Theatergeschichte; No. 47). Berlin: Gesellschaft für Theatergeschichte. [details] [PDF]
  • Seidl, A. (2015). Konfrontationen des 'Wanderers' W.G. Sebald: Ein dynamisches Erinnerungsmodell. In C. Dauven-van Knippenberg, C. Moser, & R. Parr (Eds.), Räumliche Darstellung kultureller Begegnungen (pp. 197-211). (Amsterdam German Studies). Heidelberg: Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren. [details]

2014

  • Seidl, A. (2014). Der katastrophisch-messianische Geschichtsraum bei W. G. Sebald: Bewegung, Stillstand, Liminalität. (Amsterdam German Studies). Heidelberg: Synchron Wissenschaftsverlag. [details]

2012

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